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Gemeinde Langerwehe

Wir haben uns die jüngsten Entwicklungen zum Anlass genommen, uns nun auf diese Weise an Sie zu wenden und einige Fragen rund um Covid-19 für Sie zu beantworten.

Informationen über Corona

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

nach den Entschleunigungen der vergangenen Wochen, beginnt sich die Welt für uns langsam wieder etwas schneller zu drehen. Wir haben uns die jüngsten Entwicklungen daher zum Anlass genommen, uns nun auf diese Weise an Sie zu wenden und einige Fragen rund um Covid-19 für Sie zu beantworten. Denn eines scheint klar:

Nur wenn wir uns dem Thema Covid-19 bewusst und gut informiert stellen, können wir dauerhaft in einen geregelten und für alle sicheren Alltag zurückkehren.

 

Was ist Covid-19?

Covid-19 beschreibt die durch das Coronavirus „SARS-Cov-2'" ausgelöste Infektionskrankheit, die sehr vielfältige Symptome hervorrufen kann. Eine verlässliche Diagnose kann dadurch nur eine Laboruntersuchung geben.

 

Was mache ich, wenn ich mir nicht sicher bin, ob ich Covid-19 habe?

Bleiben Sie unbedingt zu Hause und wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder, sofern dieser nicht erreichbar ist, an die Corona-Hotline des Gesundheitsamtes. Sollten Sie auch dort niemanden erreichen und die Beschwerden zunehmen, wenden Sie sich an den bundesweiten Kassenärztlichen Notdienst. In Notfällen (z.B. Atemnot) wenden Sie sich an den Notruf (112).

·         Corona-Hotline, Kreis Düren

            02421/221053920, verfügbar Mo-Fr: 8.00-16.30 Uhr, Sa-So: 9.00-15.00 Uhr

·         Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung

            116117, verfügbar rund um die Uhr, Mo-So (bundesweit ohne Vorwahl, kostenlos im Festnetz    und per Handy)

 

Was wissen wir über die Ansteckungsgefahr für mich und andere?

Von der Ansteckung hin bis zum Auftreten der ersten Symptome können 2 Wochen vergehen. Die Ansteckungsgefahr für andere ist jedoch 1-2 Tage vor Ihren ersten Symptomen am größten. Wie und wie lange ein Betroffener ansteckend ist, hängt auch vom Schweregrad der Symptome ab. Insbesondere bei Kindern und symptomfreien Verläufen wird eine kürzere Ansteckungsgefahr für andere angenommen.

 

Wer gehört zu den Risikogruppen?

Folgende Faktoren führen nach aktueller Datenlage zu einem erhöhten Risiko für einen erschwerten Verlauf der Krankheit: Alter über 50, Rauchen, starkes Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Lungen- und Lebererkrankungen, Diabetes mellitus, Krebs und ein allgemein geschwächtes Immunsystem.

 

Ich gehöre zu einer Risikogruppe. Muss ich Angst vor einer Erkrankung haben?

Auch wenn es nach einer einfach gesagten Floskel klingt, so ist es doch so gemeint: Angst ist ein schlechter Begleiter. Gehen Sie stattdessen mit einer gesunden Vorsicht an die Sache heran, indem Sie im Alltag bewusst darauf achten, die Gefahr einer Ansteckung soweit wie möglich zu reduzieren. Lassen Sie sich wenn möglich von einem Bekannten Ihres Umfeldes mit Erfahrungen in Sachen Hygiene beraten und zögern Sie nicht, um Hilfe zu bitten.

 

Ich gehöre zu keiner Risikogruppe. Stellt das Virus für mich überhaupt eine Gefahr dar?

Auch wenn Sie zu keiner Risikogruppe gehören, besteht für Sie die gleiche Ansteckungsgefahr und somit eine mögliche Gefahr für Ihre Mitmenschen. Hinzu kommt. dass schwere Verläufe der Erkrankung auch bei Personen außerhalb der Risikogruppen auftreten, wenn auch nicht so häufig. Außerdem kann auch eine harmlosere Infektion die Tür für anderen Krankheitserreger öffnen und schwerer Co-Infektionen auslösen. Ein allzu fahrlässiger Umgang mit dem Thema kann für jeden einzelnen von uns schwere Folgen haben.

 

Warum muss ich mich selbst dann einschränken, wenn ich selbst kerngesund bin?

Haben Sie zurzeit keine Symptome, können Sie auf Grund des verzögerten Krankheitsverlaufs lediglich sicher sein, dass sie vor rund 12 Tagen nicht akut erkrankt waren. Treten hingegen morgen Symptome bei Ihnen auf, könnten Sie bereits alle Menschen infiziert haben, denen Sie in den letzten paar Tagen begegnet sind. Als aktuell einzige verlässliche Methode, um die Pandemie in den Griff zu bekommen, gilt daher, das Ansteckungsrisiko für sich selbst und andere auf nicht-absehbare Zeit auf ein mögliches Minimum zu beschränken. Nur so können die Fallzahlen geringgehalten und mögliche Infektionsketten lückenlos rückverfolgt werden.

 

Warum helfen Medikamente wie Antibiotika nicht gegen Covid-19, bzw. SARS-Cov-2?

Antibiotika wirken zielgerichtet gegen den Zellapparat eines Bakteriums, indem der Wirkstoff wie ein Zahnrad wirkt, das sich weder drehen noch ersetzen lässt. Der Stoffwechsel des Bakteriums kommt somit zum Erliegen und der Keim stirbt ab. Viren wie SARS-Cov-2 sind jedoch keine lebenden Zellen und besitzen auch keinen eigenen Stoffwechsel, in den ein Wirkstoff eingreifen könnte. Stattdessen erobern Sie Körperzellen und nutzen deren Zellapparat, um sich zu vermehren. Zwar gibt es Wirkstoffe gegen verschiedene Virusinfektionen, teils mit starken Nebenwirkungen. Da der genaue Mechanismus aber von Virus zu Virus stark unterschiedlich sein kann, hilft ein Wirkstoff gegen das eine Virus oftmals nicht gegen ein anderes.

 

Warum helfen Impfstoffe gegen andere Viren nicht auch gegen SARS-Cov-2?

Impfstoffe bestehen meist aus inaktivierten Keim-Fragmenten. Auf deren Oberfläche befinden sich bestimmte Merkmale, die unser Immunsystem als fremd wahrnimmt und abspeichert. Wird das Immunsystem anschließend durch eine Infektion mit dem entsprechenden Keim konfrontiert, erkennt es diese Merkmale sofort wieder und kann die Keime effektiv bekämpfen. Auch wenn sich manche dieser Merkmale bei verschiedenen Viren ähneln, sind Impfstoffe gegen ähnliche Erreger nicht geeignet, um einen ausreichenden Immunschutz gegen SARS-Cov2 zu gewähren.

 

Wann wird ein Impfstoff gegen SARS-Cov-2 verfügbar sein?

Diese Frage lässt sich leider pauschal nicht beantworten. Die Entwicklung eines neuen Impfstoffes kann sehr langwierig sein, da neben der reinen Wirksamkeit insbesondere auch die Unbedenklichkeit hinsichtlich der Nebenwirkungen untersucht werden muss, bevor er für den Schutz der Menschen eingesetzt werden kann und darf. Gleiches gilt für Medikamente. So befinden sich zurzeit über 100 Kandidaten in der Entwicklung, von denen bereits 10 klinisch getestet werden. Erst wenn bei mindestens einem dieser Kandidaten eine ausreichende Wirksamkeit aufgezeigt wurde, ohne dass unverhältnismäßige Nebenwirkungen aufgetreten sind, lässt sich die Verfügbarkeit des Impfstoffes abschätzen.

 

Überwiegen die Begleiteffekte von Covid-19 auf Dauer nicht die gesundheitlichen Gefahren?

Diese Frage -so verständlich sie ist- steckt voller Komplexität, die über die folgende ohnehin schon komplexe und oft thematisierte Frage weit hinausgeht: „Wie viel ist ein Leben Wert?". Gerne möchten wir Ihnen eingangs unsere Antwort auf diese Frage geben und klar Stellung beziehen: unbezahlbar. Trotz der Komplexität dieser Frage hat unsere politische Führung in dieser aktuellen Situation die undankbare Aufgabe, eine zufriedenstellende Lösung hierauf zu finden und dieses unbezahlbare Gut des Lebens gegen das allgemein Wohl aufzuwiegen -ob im Hinblick auf die vorgenommenen wirtschaftlichen oder sozialen Einschränkungen. Für uns ist klar: Wir müssen vermeiden, dass Menschen durch Covid-19 oder dessen Umstände ihre Existenz verlieren, ihr soziales Umfeld verlieren oder gesundheitliche Folgeschäden erleiden, beispielsweise ausgelöst durch die soziale Isolation, die sich in der Folge nicht korrigieren lassen, ohne die gesundheitliche Unversehrtheit eines anderen zu gefährden. Und dies erreichen wir nur durch Rücksichtnahme und Solidarität.

 

Wo finde ich weitere und aktuelle Informationen zum Thema Corona?

·         Informationsportal des Robert-Koch-Instituts zum Thema Corona

https://www.rki.de/DE/Content/lnfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/nCoV.html

·         Informationsportal des Gesundheitsamtes des Kreises

https://www.kreis-dueren.de/aktuelles/presse/corona-aktuelles.php

·         Aktuelle Meldungen, Beschlüsse und Pressemitteilungen das Landes NRW

https://www.land.nrw/corona

·         Informationsportal des Westdeutschen Rundfunks

https:/ /www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/index.html

·         Quarks Extra vom 31.03„ 21.04. & 12.05., zu finden in der WDR Mediathek https:/ /www1.wdr.de/ mediathek/video/sendungen/quarks-und-co/index.html Wissenswertes rund um das Thema Corona, Quelle: Quarks

https://www.quarks.de/tag/corona/

 

 

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